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Mit Verpackungsoptimierung zu weniger Lizenzkosten! Ein Interview mit Recycling Dual & Smurfit Kappa

Gemeinsam Kreisläufe schließen für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft – das ist das Ziel von dem Start-up Recycling Dual GmbH, Deutschlands erstes industriegestütztes duale System und Tochterunternehmen der Smurfit Kappa Recycling. Zusammen mit dem größten Papierhersteller und -recycler Europas bündeln sie ihre beeindruckende Papier-Expertise und langjährige Erfahrung in der Recyclingwirtschaft. Unterstützung bietet auch das Experience Center von Smurfit Kappa (SK).

Welche Rolle der Kunde hier spielt, wie er Kosten spart und was das Experience Center überhaupt ist? Oliver Thieme (SK Service GmbH – Experience Center Manager DACH, National Sales) und Dominik Scholtyssek (Recycling Dual GmbH – Head of Sales ) beantworten die wichtigsten Fragen. 

Starten wir direkt mit der Ausgangsfrage: Was ist ein Experience Center und was passiert hier genau?

Oliver Thieme: Das ist ein Ort, an denen wir mit Kunden zusammenkommen, um über Verpackungen in Sachen Optimierung oder Neuentwicklung nachzudenken. Wir haben in Deutschland 25 produzierende Werke mit lokalen Entwicklungsabteilungen und insgesamt fünf Experience Center. Sie dienen als Meetingort, wo wir Kunden eine ganzheitliche Beratung anbieten und auf kurzem Wege kommunizieren können. Ein großes Thema ist hier natürlich auch die Nachhaltigkeit, was bei den Kunden aktuell ganz oben auf der Agenda steht, was automatisch auch die Entsorgungskosten und Gebühren für Verpackungen betrifft. Der Kunde spart also Lizenzkosten durch eine Verpackungsoptimierung.

Was sind weitere Vorteile für die Kunden, die das Experience Center nutzen?

Oliver Thieme: Im Experience Center führen wir auch Veranstaltungen und Workshops durch und gehen dabei sehr umfassend an die Sache ran und betrachten die komplette Supply Chain (= Lieferkette) von vorne bis hinten. Im Idealfall haben wir von Kunden auch Mitarbeiter aus unterschiedlichen Disziplinen zu Gast. Nicht nur der klassische Verpackungseinkäufer, der kostenfixiert ist, sondern eben auch Mitarbeiter aus der Produktion, die eher an ihre Prozesse denken und jemand aus der Logistik, der über Transportsicherheit nachdenkt. Wir berücksichtigen alle Aspekte der Verpackungsentwicklung. Für die Kunden ist der Austausch untereinander auch wichtig, wenn es um Best Practice-Cases geht.

Dominik Scholtyssek wie sieht Ihre Kooperation konkret mit Smurfit Kappa aus und wovon kann der Kunde hier wieder profitieren?

Dominik Scholtyssek: Smurfit Kappa ist unser Hauptgesellschafter und unsere Kooperation konzentriert sich auf den geschlossenen, echten Kreislauf mit dem Fokus auf PPK-Verpackungen. Die Strukturen, die wir als duales System haben, also mit dem größten Verwerter zusammenzuarbeiten, ermöglicht eine andere Kostenstruktur, was das Thema Sortierung, aber insbesondere Verwertung betrifft. Dazu kommt noch ein Imagegewinn, auch für den Kunden, im Bereich Nachhaltigkeit und ökologische Verpackungen, die optimiert werden. Das passiert ja, wie Herr Thieme schon erklärt hat, im Experience Center. Man kann beispielsweise auch die Verpackungsmenge reduzieren, denn eine Lizenzgebühr ist auch davon abhängig, wie viel Gewicht man insgesamt an Verpackungsmaterial in Verkehr bringt. Wir bieten da das perfekte Gesamtpaket: Wir können nicht nur günstiger lizenzieren, sondern auch nachhaltiger produzieren. Kurz: Eine Win-win-Situation für den Kunden, der bares Geld spart, das so nur ein industriell gestütztes duales System bieten kann. Das bedeutet auch, dass ein Hersteller wie Smurfit Kappa erstmals intensiv in diesen ganzen Kreislauf eingreift. Wir können zusammen den Kreislauf schließen und als duales System – u. a. Altpapierströme sichern und einen Einfluss darauf haben – und das ist das besondere Alleinstellungsmerkmal, das nennen wir den echten Kreislauf.

Noch kurz angemerkt: Ab Januar 2022 schreibt das Verpackungsgesetz eine Recyclingqoute bei PPK von 90 Masseprozent vor. Smurfit Kappa hat sich auf die Fahne geschrieben, über diese Quote hinauszugehen. Und wir als duales System sind ein wichtiges Instrument, um dazu beizutragen.

Wie sieht der Ablauf für den Kunden aus, der eine Verpackungsoptimierung umsetzen möchte, Oliver Thieme?

Oliver Thieme: Bei Handelspartnern, wie beispielsweise Aldi, geht es zunächst darum, zu hinterfragen, wo sie auch eine Herausforderung in ihrem Sortiment sehen. Wir selber, als Smurfit Kappa, sehen natürlich heute u. a. im Kunststoffbereich die wichtigste Herausforderung. Aber durch geschickte Kombination von Materialien ohne Verbundmaterialien einzusetzen, können wir da innovative Lösungen bieten. Wir schaffen z. B. eine Materialreduzierung im Kunststoffbereich, verringern damit natürlich die Entsorgungskosten und der Kunde kann die Ersparnis wieder in die Verpackungsoptimierung für drum herum stecken. Das sind jetzt nur einfache Beispiele, wo wir gerade unterwegs sind. Wir sind mit vielen FMCG- oder Lebensmittelherstellern diesbezüglich seit Jahren im stetigen Dialog, einige kommen regelmäßig, um ihr Verpackungsportfolio zu optimieren.

Das bedeutet, der Kunde kann auch aktiv mitwirken?

Oliver Thieme: Genau, in den Experience Centern bieten wir ja auch, wie schon erwähnt, Workshops für verschiedenste Branchen an. Wir erzählen dort auch von Best Practice-Beispielen, also was haben wir woanders gemacht. So sind viele Dinge für den Kunden auch einfach übertragbar und auch der Dialog unter den Kunden ist sofort da. Man orientiert sich, fragt sich, wo man gerade design- oder nachhaltigkeitstechnisch steht und erfährt so, wie man im Vergleich zu den den anderen Unternehmen aufgestellt ist. Mit dem Experience Center fungieren wir auch als Informationsplattform, auf der wir Kunden und Business-Partner zusammenzubringen.

Dominik Scholtyssek: Ich finde es total spannend, dass der Kunde im Experience Center optimierte Verpackungen maßgeschneidert auf seine Bedürfnisse mitentwickeln kann. Er kann lernen, welche Lösungsmöglichkeiten es gibt und sie direkt anwenden. All das kann er wirksam weitervermarkten, um seinen Kunden bzw. Endkunden zufrieden zu stellen und den Forderungen nach „Produkten in recycelten Verpackungen kaufen“ nachkommen.

Für welchen Kunden ist Ihr Konzept besonders interessant?

Dominik Scholtyssek: Viele Handelsunternehmen werden bereits von Smurfit Kappa in weiten Bereichen bedient und dort wird u. a. die Verpackung erfasst. Wenn jetzt ein interessiertes Handelsunternehmen unsere Kombi sieht, die Erfassung an den Standorten, diese Innovation der Verpackungsgestaltung und -optimierung und dann auch noch kombiniert, dass man die Verpackungslizenzierung günstiger haben kann, ist das besonders für die Handelsunternehmen sehr wichtig – denn diese führen in der Regel einige Handelsmarken.

Können sich Unternehmen bei Ihnen einfach melden?

Oliver Thieme: Mit vielen Unternehmen stehen wir bereits schon in Kontakt und tragen unsere Kooperation und unser Ziel, dass wir gemeinsam mit Recycling Dual als neues duales System den Kreislauf schließen, gerade konkret in den Markt. Natürlich stehen auch unsere Mitarbeiter für weitere Fragen und eine erste Kontaktaufnahme jederzeit zur Verfügung.